Neue Publikation: Der Beitrag der Agrarökonomie zur wissenschaftlichen Betrachtung der Genossenschaften [13.01.26]
Bühler, N., Laven, P., Hansen, R., Hess, S., Jensen-Auvermann, T. (2026).
In: Blome-Drees, J., Degens, P., Göler von Ravensburg, N., Picker, C., Schmale, I., Schulz-Nieswandt, F. (eds) Handbuch Genossenschaftswesen. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-18639-5_58-1
Zusammenfassung:
Landwirtschaftliche Betriebe bilden Genossenschaften, um Skaleneffekte bei Erfassung, Verarbeitung und Verkauf ihrer Erzeugnisse zu erzielen und zugehörige Transaktionskosten zu minimieren. In Europa haben sich neben traditionellen Genossenschaften auch international operierende Hybridgenossenschaften mit modifiziertem Genossenschaftsmodell entwickelt. In den Transformationsländern Mittel- und Osteuropas stehen agrarische Genossenschaften in der Nachfolge kollektivistischer Staatsbetriebe. Theoretische Arbeiten betonen die wohlfahrtsteigernden Effekte von Genossenschaften in agrarischen Märkten aus Wettbewerbsgründen. Die Betrachtung ausgewählter landwirtschaftlicher Sektoren (z. B. Wein) zeigt jedoch, dass diese Effekte in der Realität durch interne Koordinationsprobleme und Fehlanreize überlagert werden können, was mitunter auch strukturelle Nachteile impliziert.

