Laufende Forschungsprojekte

Konzipierung eines Fresh-Cut-Clusters für die Außer-Haus-Verpflegung in BW

Fresh-Cuts sind vorverarbeitete Rohprodukte, die gewaschen/geschält/geschnitten sowie z.T. tiefgefroren sind und somit küchenfertig zum Einsatz kommen können. In Großküchen der Außer-Haus-Verpflegung erleichtern diese das Handling und sind weniger personalintensiv, was der auch perspektivisch angespannten personellen Ausstattung der Gastronomie entgegenkommt. Hierzu sollen regionale Obst- und Gemüse-Erzeugerorganisationen, Weiterverarbeitungsdienstleister und Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung in einer digitalen Plattform zusammenfinden und zum "regionaleren" Zusammenarbeiten angeregt werden. Somit soll ein optimales Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage der jeweiligen Betriebe stattfinden. Die wissenschaftlichen Begleitstudien bereiten die faktenbasierte Basis dieses Vorhabens, führen Pilotversuche durch und klären die jeweiligen Bedarfe der Nachfrage- und Angebotsseite der Akteure.

Projektbeteiligte: Universität Hohenheim mit Fachgebiet Agrarmärkte (Prof. Dr. Sebastian Hess, Nikolas Bublik, Laura Hellstern, Franziska Mittag), Duale Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn, Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V. (Leadpartner), Reichenau Gemüse eG, OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG, MBW Marketinggesellschaft mbH, Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau Baden-Württemberge.V., Bioland Obst-und Gemüseerzeugergemeinschaft GmbH & Co
Förderprogramm: Das EIP-Projekt „Fresh-Cut Cluster“ wird vom Ministerium für Ernährung, ländliche Räume und Verbraucherschutz Baden-Württemberg von 10/2022 bis 12/2024 im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) gefördert.
Laufzeit: 01.03.2023 – 31.12.2024

Climate Change, Conflicts, and the Benefits of Cooperation among Artisanal Fisherfolks in Nigeria

The project is on Climate Change, Conflicts, and the Benefits of Cooperation among Artisanal Fisherfolks in Nigeria. Artisanal fishery is an important element in the livelihoods of coastal and riverine people in Nigeria. Primary and secondary fisheries activities have been estimated to engage over 10 million Nigerians. Unfortunately, this subsector is greatly affected by climate change and plagued with post-harvest losses which adversely affect the level of market participation, peaceful coexistence as well as welfare of the fisherfolks. Therefore, this study is set out to analyze the impacts of value addition, cooperation, and climate change adaptation on market participation, conflicts, and welfare among artisanal fisherfolks in Nigeria.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Sebastian Hess (Fachgebiet Agrarmärkte) und Dr. Lawrence Olusola Oparinde (Fachgebiet Agrarmärkte).
Förderprogramm:Alexander von Humboldt Foundation (AvH), Germany unter Humboldt Research Fellowship Programme for Experienced Researchers
Laufzeit: 01.07.2023 – 30.04.2025

BUSINESS – Bio-Bauernhof Speise-Eis in recycelbaren Kunststoffverpackungen aus Agrar-Reststoffen

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich das Fachgebiet Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe unter der Leitung von Frau Prof. Kruse in vielen Projekten mit der Herstellung der Plattformchemikalie 5-Hydroxymethylfurfural (HMF)  aus Agrar- und Lebensmittel-Reststoffen und der Entwicklung von nachhaltigen, kreislauffähigen Bioraffineriekonzepten und Wertschöpfungsketten. Ein interessantes Endprodukt aus dem HMF ist der biobasierte und rezyklierbare Kunststoff Polyethylenfuranoat (PEF), ein Hochleistungspolymer, welches unter anderem als Monomaterial für Lebensmittelverpackungen bisher einzigartige Anwendungsoptionen bietet. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern und potentiellen Anwendern und Kunden aus der Industrie, dem Sustainable Packaging Institute der Hochschule Albstadt-Sigmaringen (ASU), Herr Prof. Schmid, und dem Fachgebiet Agrarmärkte der Universität Hohenheim (UHOH) unter der Leitung von Herrn Prof. Hess verfolgt das Projekt BUSINESS das Ziel PEF-Verpackungen aus Reststoff-HMF aus der angewandten Forschung in die Praxis zu tragen und dort die Markteinführung parallel zur technologischen Weiterentwicklung und Optimierung voran zu treiben. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bis Ende November 2025 gefördert.
Gegenstand des Vorhabens ist damit die Etablierung von PEF-basierten Lebensmittel-Verpackungen aus Agrar-Reststoffen beispielhaft für die Vermarktung von Bio-Speise-Eis eines landwirtschaftlichen Direktvermarkters. verpackungsrelevanten Eigenschaften im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen wie PE, PP, PET oder PS könnte PEF für deutlich materialeffizientere Verpackungskonzepte sorgen, ohne den Lebensmittelschutz und damit die Lebensmittelhaltbarkeit nachteilig zu beeinflussen. Bei dem ausgewählten Eis handelt es sich um ein Lebensmittel im Premium-Nischenmarkt, dessen Verpackungsbedarf für repräsentative Tests während des Projektes mit den Produktionskapazitäten der beteiligten Forschungseinrichtungen bedient werden kann. Momentan wird das Eis zum Verkauf ab Kühltheke in Bechern aus fossil-basierten Polystyrol (PS) verkauft. Durch die funktionellen Eigenschaften des PEF im Vergleich zum PS wird erwartet, dass der Materialaufwand pro Verpackungseinheit reduziert werden kann. Die frühe Markteinführung des Eises in den neu entwickelten Verpackungen soll zu einem erhöhten Bekanntheitsgrad von biobasierten und recycelbaren PEF-Verpackungen beitragen und gleichzeitig wichtige Erkenntnisse über die zu erwartende Verbraucherakzeptanz und das mögliche Gesamt-Marktvolumen liefern. Die zu erwartenden Ergebnisse sollen den Ausgangspunkt für eine zukünftige Skalierung auf einen industriellen Maßstab und für die Erschließung weiterer und größerer Märkte und weiterer Verbreitungsmöglichkeiten im Bereich nachhaltiger Verpackungen bilden. Eine zirkulare Bioökonomie, welche die gesamte Wertschöpfungskette umfasst, soll dabei im Projekt beispielhaft demonstriert werden.
Das Projekt endet mit der Demonstration in relevanter Einsatzumgebung, bei der die Eisbecher von Konsumenten getestet und ihre Akzeptanz geprüft wird.  Bei Erfolg erhofft sich das Konsortium, dass das Bio-Bauernhofeis auch in Zukunft in den PEF-Bechern vermarktet wird. Das wäre ein großer Schritt um die kreislauffähige Bioökonomie aus den Forschungseinrichtungen in die Wirtschaft zu tragen.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Andrea Kruse; Philipp Konnerth; Prof. Dr. Sebastian Hess (Fachgebiet Agrarmärkte), Dr. Lisa Lichtenberg (Fachgebiet Agrarmärkte)
Förderprogramm: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Laufzeit: 01.12.2022 bis 31.11.2025

Strategien zur überregionalen Kundenbindung für baden-württembergische Obst- und Gemüseprodukte (Treuregio)

Das Projekt „Treuregio“ verfolgt das Ziel, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Wertschöpfung für baden-württembergische Obst- und Gemüseprodukte mit regionalem Bezug zu erreichen. Kern der Arbeit ist die gemeinschaftliche Entwicklung einer Toolbox, welche erprobte und innovative Maßnahmen zur Kundenbindung für regionale Erzeugerorganisationen und Genossenschaften im Bereich der baden-württembergischen Obst- und Gemüseproduktion bereitstellt und deren effektive Anwendung durch die jeweiligen Erzeugerorganisationen ermöglicht. Ferner soll untersucht werden, wie Zertifizierungen und Audits als Teil der Regionalvermarktungsstrategie genutzt werden können.

Projektbeteiligte: Universität Hohenheim mit Fachgebiet Agrarmärkte (Prof. Dr. Sebastian Hess, Michael Gscheidle, Rebecca Hansen), Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V. (Leadpartner), Acker e.V., Reichenau Gemüse eG, OGA Nordbaden eG, OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG, Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, WOG Raiffeisen eG, OGS Obst- und Gemüsevertrieb GmbH, vitfrisch Gemüse-Vertrieb eG, Landratsamt Bodenseekreis – Abt. Ernährung
Förderprogramm: Das EIP-Projekt „Treuregio“ wird vom Ministerium für Ernährung, ländliche Räume und Verbraucherschutz Baden-Württemberg von 10/2022 bis 12/2024 im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) gefördert.
Laufzeit: 01. Oktober 2022 – 31. Dezember 2024

Aufbau von Wertschöpfungsketten für regionale Zweinutzungshühner in Baden-Württemberg (ZweiWert)

Das Projekt „ZweiWert“ will ein regionales Netzwerk von Akteur*innen schaffen, um die Wertschöpfungskette „Zweinutzungshuhn" in Baden-Württemberg aufzubauen.

Projektbeteiligte: Universität Hohenheim mit Fachgebiet Agrarmärkte (Dr. Beate Gebhardt, Dr. Gabriela Bermejo, Prof. Dr. Sebastian Hess), Fachgebiet für Tierhaltung und Tierzüchtung in den Tropen und Subtropen (Dr. Annik Imort-Just) und Zentrum für ökologischen Landbau (Dr. Sabine Zikeli) sowie Naturland (Projektleitung; Dr. Lukas Kiefer) und mehrere Praxisbetriebe aus Landwirtschaft und Gastro

Förderprogramm: Das EIP-Projekt „ZweiWert“ wird vom Ministerium für Ernährung, ländliche Räume und Verbraucherschutz Baden-Württemberg von 01/2022 bis 12/2024 im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) gefördert.
Förderkennzeichen: EIP-Agri-2022-BW-THGRPDL
Laufzeit: 01. Januar 2022 – 31. Dezember 2024

Transformations- und Resilienzförderndes Potenzial staatlicher Kennzeichnungssysteme für regionale Bio-Lebensmittel aus der Multi-Akteurs-Perspektive (BioMAP)

Siegel und Kennzeichen auf Lebensmitteln sind wichtige Instrumente, um Produkt­qualität und eingehaltene Standards sowie entsprechende Mehrwerte zu kommunizieren. Für Konsument*innen bieten sie Orientierung bei der Identifizierung von Lebensmitteln, die ihren Wünschen und Anforderungen entsprechen. Die steigende Nachfrage nach umweltverträglich und klimafreundlich produzierten Lebensmitteln, pflanzenbasierten Alternativen zu tierischen Pro­dukten und artgerechter Tierhaltung sind ein Indiz für Veränderungen in den gesellschaftlichen Anforderungen an die Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Die zentrale Fragestellung dieser Studie ist, ob staatliche Siegel (am Beispiel regionaler Bio-Siegel) es schaffen, diese gesellschaftlichen Anforderungen und Wünsche mitzudenken und in ihren Kriterien umzusetzen, um so die Resilienz beteiligter landwirtschaftlicherer Betriebe in Zeiten vielfältiger globaler Herausforderungen zu stärken und zur Weiterentwicklung bei­zutragen. In anderen Worten: (a) Muss sich in staatlichen Kennzeichnungen etwas ändern, (b) wenn ja, warum und (c) wie könnte dies aussehen, um die Bedürfnisse der Konsument*innen zu integrieren und einen größeren Stellenwert für Markt, Gesellschaft und Nachhaltigkeit zu erlangen?

Schwerpunkte der Untersuchung sind das Zusammenspiel von staatlichen Maßnahmen und gesellschaftlichen Anforderungen an eine zukünftige Land- und Lebensmittelwirtschaft im Kontext globaler Herausforderungen. Der Fokus liegt hierbei auf staatlichen regionalen Bio-Siegeln und ihrem Potenzial die Transformation und Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe zu stärken.

Förderer: Edmund Rehwinkel-Stiftung an der Landwirtschaftlichen Rentenbank, in der Ausschreibung 2022 „Implikationen einer veränderten Rollenverteilung zwischen Staat und Markt für die zukünftige Landwirtschaft“
Projektpartner:
Universität Hohenheim, Fachgebiet Agrarmärkte, Dr. Beate Gebhardt | Technische Universität München, Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung, Dr. Corinna Hempel
Laufzeit:
Juni 2022 - 23. Januar 2023 | Abgeschlossen

Business-Awards als Instrument zur Steuerung der Nachhaltigkeitstransformation. Ansätze für Qualitätssicherung und Schärfung der strategischen Weiterentwicklung (SIEGER)

Die Zukunftsfähigkeit von Umwelt- und Nachhaltigkeits­wettbewerben, deren Aus­zeichnungen (Awards) sich für besonderes nachhaltiges Engagement im Sinne der Brundtland-Definition an Unternehmen richten, werden in diesem Projektvorhaben der BEST (Business Excellence and Sustainability Transformation) Initiative der Universität Hohenheim erst­mals vor dem Hinter­grund ver­änderten krisenhafter Rahmenbedingungen untersucht. Hierfür werden (a) Möglichkeiten resilienter sowie erfolg­­ver­sprech­ender An­sätze einer nachhaltigen Transformation der Vergabekonzepte und (b) Möglichkeiten der Stärkung kleiner und mittelständischer Unternehmen in deren Beurteilung aus Sicht von Vergabeinstitutionen (Awardgeber), Unternehmen (Awardnehmer) sowie weiterer Experten gesammelt und systematisiert sowie (c) strategische Empfehlungen für zukunftsfähige Umwelt- und Nachhaltig­keits­wettbewerbe abgeleitet.

Welche Möglichkeiten und Chancen der konzeptionellen und organisatorischen Weiterentwicklung von Nachhaltigkeits­wettbewerben unter dem Brennglas der Coronakrise sich abzeichnen, wie diese an bereits zuvor bestehenden Herausforderungen des Erfolgs und der Zukunftsfähigkeit von Nachhaltigkeitswettbewerben, u.a. Transparenz, Glaub­würdigkeit und Sichtbarkeit, anknüpfen oder welche weiteren nachhaltigkeitsorientierten Maßnahmen der eigenen Resilienz oder der Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen eingeräumt wird, stehen im Fokus dieses Vorhabens.

Förderer: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Laufzeit: 01.01.2022 - 31.12.2023

Die Bedeutung baden-württembergischer Genossenschaften für die Zukunft der Wertschöpfungsketten im Agrar- und Ernährungssektor:
Welche Strategien sichern Nachhaltigkeit, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit?

Vor dem Hintergrund des Green Deals und der Farm-to-Fork Strategie der EU ergeben sich für baden-württembergische Unternehmen entlang der agrar- und ernährungswirtschaftlichen Wertschöpfungsketten weitreichende Veränderungen und große Herausforderungen. In einem durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) geförderten Forschungsprojekt wird am Institut für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Hohenheim unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Hess ein Forschungsprojekt gestartet, welches  genossenschaftliche Strategien für Nachhaltigkeit, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit identifizieren wird. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen sowie unterstützt durch den BWGV durchgeführt. Neben Sekundärdatenauswertungen sind für das Jahr 2022 auch stichprobenhafte Primärdatenerhebungen und Expertengespräche mit baden-württembergischen Genossenschaften der Agrar- und Ernährungswirtschaft geplant.

Förderer : Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Bewilligungszeitraum:
15.11.2021 - 31.12.2022

Nachhaltigkeitsexzellenz in der Landwirtschaft: Mehr Sichtbarkeit für die versteckten Leuchttürme der Alltagspraxis (NEAL)

Die Zukunft einer herausragend nachhaltigen Landwirtschaft wird nicht nur durch Technologien und politische Weichenstellungen bestimmt, sondern insbesondere durch Pioniere in den Betrieben und Unternehmen des deutschen Agrarsektors. Mit dem Projekt soll der Zugang zu Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsexzellenz für kleine Unternehmen, insbesondere landwirtschaftliche Unternehmen, verbessert werden. Dabei werden insbesondere folgende Forschungsaktivitäten adressieren: (a) Crowd-Screening von Awardwürdigen Nachhaltigkeitsleistungen des Alltags ("Mikro-Nachhaltigkeit") in landwirtschaftlichen Unternehmen in Deutschland, (b) Entwicklung und Implementierung eines webbasierten Nachhaltigkeitsawards-Finders.

Förderer : Landwirtschaftliche Rentenbank
Laufzeit  : 01.01.2022 - 31.12.2024

Status Quo und Potentiale des ökologischen Heil-, Kosmetik-, und Gewürzpflanzenanbaus in Baden-Württemberg

Gesundheit und Wohlbefinden ist den Menschen heutzutage sehr wichtig. Bio-Lebensmittel, Naturkosmetik oder alternative Heilverfahren erfahren wachsende Beliebtheit und deren Produkte landen vermehrt in den Einkaufkörben der Verbraucher. Bio boomt. In Baden-Württemberg sind bereits viele erfolgreiche Unternehmen angesiedelt, die sich auf den Anbau und die Verarbeitung ökologisch erzeugter Heil-, Gewürz- und Kosmetikpflanzen spezialisiert haben.  Weiteres Wachstum, auch für die kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg, wird erwartet.

Im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg untersucht die Universität Hohenheim unterstützt vom „Netzwerk Kräuter Baden-Württemberg“ Status und Potentiale des Marktes zum ökologischen Heil-, Kosmetik und Gewürzpflanzenanbau.

Die Studie soll einen Überblick in die Datengrundlage zum ökologischen Anbau von Heil-, Kosmetik- und Gewürzpflanzenanbau in Baden-Württemberg geben, die Vernetzung der Akteure ökologischen Heil-, Kosmetik- und Gewürzpflanzenanbau in Baden-Württemberg unterstützen sowie Zukunftsfragen, Potentiale und Herausforderungen des ökologischen Anbaus von Heil-, Kosmetik- und Gewürzpflanzenanbau in Baden-Württemberg ermittelt.

Verantwortlich zeichnet sich das Fachgebiet Agrarmärkte unter der Leitung von Professor Dr. Sebastian Hess in Kooperation mit dem Zentrum für Ökologischer Landbau unter Leitung von Dr. Sabine Zikeli; Ansprechpartnerin ist Dr. Beate Gebhardt, alle Universität Hohenheim.

Förderer: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Laufzeit  : 01.06.2021 – 28.02.2022 | Abgeschlossen

Ansätze und Möglichkeiten der Qualitätssicherung von Nachhaltigkeitsawards

Um Unternehmen zu proaktivem Handeln in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu motivieren, ist es wichtig, Vorreiter und Beispielgeber aus der Wirtschaft sichtbar zu machen. Diese Aufgabe können in Nachhaltigkeitswettbewerben vergebene Auszeichnungen, sogenannte Nachhaltigkeitsawards, übernehmen. Viele Unternehmen berichten jedoch von den Schwierigkeiten, einen zum Unternehmen passenden, glaubwürdigen oder hochwertigen Wettbewerb zu finden. Herausfordernd ist im stark wachsenden Markt der Nachhaltigkeitswettbewerbe beides, den Überblick zu behalten und sichtbar zu sein.

In einem Workshop wird zusammen mit Akteuren aus der Praxis und der Wissenschaft mit Bezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft, Ansätze zur Qualitätssicherung und Sichtbarmachtung hochwertiger Nachhaltigkeitswettbewerben gesammelt und ausgelotet, nach Chancen und Herausforderungen sowie Potential und Wirkung bewertet sowie wesentliche Ansätze für die nötigen weiteren Schritte und Forschungsvorhaben in der Zukunft zu identifiziert. Darunter wird die Idee eines zu entwickelnden Standards für Nachhaltigkeitswettbewerbe eingeordnet und beleuchtet.

Dieser Workshop ist Initialpunkt und beispielgebend für die Betrachtung der Anforderungen weiterer Wirtschaftszweige sowie vertiefende Analysen und Forschung der identifizierten Ansätze zur Qualitätssicherung von Nachhaltigkeitswettbewerben und deren Bewertung von Unternehmen.

Förderer: Edmund-Rehwinkel Stiftung der Rentenbank und Bertelsmann Stiftung
Laufzeit  :
2020 | Abgeschlossen

WertKalb - Innovative Strategien für eine ethische Wertschöpfung der Kälber aus der ökologischen Milchviehhaltung

Die Mehrheit der Kälber aus der spezialisierten Milchproduktion erfährt weder unter ethischen noch ökonomischen Aspekten einen Wert und Nutzen. Dieses “Kälberproblem” ist von globaler Relevanz und beispielhaft für die Komplexität technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen und für aktuelle tierschutz-ethische Aspekte der Nutztierhaltung. Besonders brisant ist dies jedoch für den ökologischen Landbau. Im Rahmen dieses Projektes werden innovative und wertschöpfende Strategien zur Verbesserung der Situation entlang der Bio-Wertschöpfungskette untersucht und entwickelt.

Dr. Beate Gebhardt wurde zum wissenschaftlichen Beirat im Projekt „Innovative Strategien für eine ethische Wertschöpfung der Kälber aus der ökologischen Milchviehhaltung“ (WertKalb) berufen. Das Projekt wird vom Fachgebiet Tierhaltung und -züchtung der Universität Hohenheim koordiniert und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Förderprogram zur Stärkung des Ökolandbaus Baden-Württemberg mit einer Laufzeit von 2020 bis 2023 finanziert.

Mehr unter Ökolandbau Forschung Baden-Württemberg

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Laufzeit  :
01.04.2020 – 31.03.2023 | Abgeschlossen

Die wirtschaftliche Bedeutung der Ab-Hof Vermarktung von Rohmilch über Ausgabeautomaten unter Berücksichtigung anlagentechnischer und lebensmittelhygienischer Aspekte (MILQMAT)

Im Verbundvorhaben mit den Projektpartnern des Max-Rubner-Instituts und des Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit soll die wirtschaftliche Bedeutung und das Entwicklungspotential der Ab-Hof Vermarktung von Rohmilch über Ausgabeautomaten für landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland quantifiziert werden. Dabei werden bei der Bewertung der Rentabilität variierende Rahmenbedingungen, wie Standortfaktoren und Investitionskosten sowie der Aufwand für erfolgreiches Hygienemanagement beim Betrieb eines Ausgabeautomaten einbezogen.

Förderer: Landwirtschaftliche Rentenbank
Laufzeit  : 01.04.2019 – 30.03.2022

Entwicklung eines regionalen Milchmengen-Prognosetools für Niedersachsen (MIPRO)

Nach Ende des europäischen Milchquotensystems am 31. März 2015 fehlen Prognoseinstrumente, welche auf Betriebs- und Regionalebene die kurz- und mittelfristig zu erwartende Milchanlieferungsmenge zuverlässig vorhersagen können. Im Rahmen des geplanten Projektes streben die Projektbeteiligten die Entwicklung eines Milchmengen-Prognosetools an. Dieses Tool besteht aus einem statistischen Modell, welches auf Basis der bereits durch Landeskontrollverbände erhobenen Daten sowie weiterer in Zukunft zu erhebender Daten einen betriebsindividuellen und einen regionalen Milchmengenindex errechnet. Das geplante Projekt zielt somit darauf ab, bereits verfügbare, produktionsrelevante Daten auf Betriebsebene sowie Daten innerhalb existierender Datenbanken zu verknüpfen, um eine Änderung in der regionalen Erzeugungsmenge von Rohmilch möglichst frühzeitig und mit hoher Präzision prognostizieren zu können. Durch die dadurch bereitgestellten Informationen ergeben sich vielfältige neue Möglichkeiten und zu erwartende Rückkopplungseffekte durch Informationsgewinn, welche insgesamt stabilisierend auf die Milchangebotsmenge und den innerbetrieblichen Ressourceneinsatz in der Milcherzeugung wirken.

Förderer: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Laufzeit  : 15.10.2018 – 31.12.2021

  • Wirbt Bio anders? – Werbewirkungsanalyse von Werbeanzeigen in Publikumsmagazinen

  • Bedeutung und Effekte von Nachhaltigkeitswettbewerben in der Ernährungswirtschaft und anderen Branchen

  • The V-Place - Enabling consumer choice in Vegan or Vegetarian food products

    Förderer: EIT-Food, Laufzeit: 01.01.2020 – 31.12.2020

    In dem Kommunikationsprojekt „The V-Place - Enabling consumer choice in Vegan or Vegeta-rian food products“ untersucht ein Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft in einer zweistufigen europäischen Verbraucherstudie die entscheidenden Faktoren für die Kaufentscheidung bei pflanzenbasierten Lebensmitteln. Dabei wird außerdem der Informationsbedarf der Verbraucher Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen ermittelt.

    Dieses Projekt wird von EIT Food finanziert, der Innovationsgemeinschaft für Lebensmittel des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT). EIT ist eine Einrichtung der EU im Rahmen von Horizont 2020, dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Die Projektleitung hat das Forschungszentrum für Bioökonomie der Universität Hohenheim übernommen. Die qualitativen Studien leitet Dr. Beate Gebhardt vom Arbeitskreis BEST am Fachgebiet Agrarmärkte der Universität Hohenheim.

  • Akzeptanz und Erfolg kleinräumiger Systeme der Lebensmittelversorgung im urbanen Umfeld

  • Obsoleszenz – auch ein Thema bei Lebensmitteln?

  • Bedeutung und Effekte von Nachhaltigkeitswettbewerben in der Ernährungswirtschaft und anderen Branchen

  • Vegane Lebensmittel – Die Werbung eines Foodtrends aus inhaltsanalytischer Sicht

  • Werbewirkungsanalyse von Lieblingsanzeigen im Naturkost-Kundenmagazin Schrot&Korn